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Pressestimmen


Online Newsletter der Fachzeitschrift AUTOHAUS vom 06.04.2018
Redakteur Michael Specht wirft unter der Überschrift „Aus eigenem Antrieb“ einen interessanten Blick auf die Mazda-Motorentechnik


Aus der Studie Kai geht der nächste Mazda 3 hervor.

Seit Jahren meidet Mazda den Mainstream – und fährt gut damit. Auch in Zukunft bleibt es bei eigenwilligen Antriebslösungen.

Von Michael Specht/SP-X

Seit Mazda 2012 seine sogenannte Skyactiv-Architektur eingeführt hat – erstes Modell war der CX-5 – haben sich in Deutschland die Verkäufe um 65 Prozent erhöht, von 40.000 auf 67.000 Einheiten jährlich. Nun mag das weniger technisch begründet sein als vielmehr optisch – das Design ist unter den japanischen Autobauern herausragend. Und wer sich Studien wie das Vision Coupé oder das Kompaktmodell Kai, aus dem der nächste Mazda3 hervorgeht, anschaut, kann nur den Hut ziehen. Doch ebenso eigenwillig geht es in Sachen Motoren zu. Auch hier fädelt sich Mazda nicht in die Mainstream-Spur ein, sondern verfolgt andere Technologien. Und damit ist nicht der Wankelmotor gemeint…
Während andere bei den Benzinern auf Downsizing mit gleichzeitiger Turboaufladung setzen, belässt Mazda es bei größeren Saugmotoren, nennt es „Rightsizing“, gibt diesen Aggregaten aber die höchste Verdichtung aller Serien-Benziner mit auf den Weg. Umgekehrt läuft es bei den Dieselmotoren. Die Selbstzünder werden extrem niedrig verdichtet, verbrennen nicht so heiß, emittieren weniger Stickoxide und schaffen so auch ohne SCR-Kat und AdBlue die Euro-6-Norm. Allerdings: Die für bestehende Modelle ab September 2019 geltende, sehr strenge Vorschrift Euro 6d Temp schafft auch Mazdas Diesel nicht mehr ohne chemische Hilfe. „Wir werden bereits zum Herbst dieses Jahres alle unsere Dieselmodelle entsprechend anpassen“, so Mazda-Europa-Chef Jeff Guyton.

Ab 2019: Motor aus Diesel und Benziner
Eine kleine Revolution bei den Verbrennungsmotoren verspricht Skyactiv X. Dahinter steckt eine Art Mischung aus Diesel und Benziner. Der Magermotor mit homogener Gemischbildung und sogenannter „kontrollierter Kompressionszündung“ soll im Frühjahr 2019 serienreif sein und zuerst im neuen Mazda 3 zum Einsatz kommen.Dann folgen weitere Baureihen. Erwartet wird eine Verbrauchseinsparung von bis zu 30 Prozent Benzin, was den Skyactiv X auf das Niveau eines vergleichbaren Dieselmotors senken würde – nur ohne dessen hohen Stickoxidausstoß…
Denkbar sind Derivate des X-Motors, nach unten als Dreizylinder mit 1,5 Litern Hubraum, nach oben als Sechszylinder mit drei Liter Hubraum. Alle Motoren haben einheitlich 500 Kubikzentimeter Zylinderinhalt, die gleichen Kolben, Ventile, Pleuel, die prinzipiell gleichen Kurbeltriebe und Nockenwellen, die gleichen Einspritzdüsen und Zündkerzen. Das modulare Bauprinzip soll die Kosten massiv senken…
Mazda sieht seinen Skyactiv X nicht als Ersatz zum Diesel. Der Selbstzünder wird weiterentwickelt, obwohl in Deutschland der Verkaufsanteil von 38 auf 18 Prozent geschrumpft ist. Schon 2019 will man eine neue Generation auf den Markt bringen, mit mehr Leistung und geringerem Verbrauch. Erfahrungen aus dem X-Motor sollen einfließen…

Erste E-Auto kommt Ende 2019
Ende 2019 will Mazda sein erstes Elektroauto vorstellen. Die Japaner gehen nicht den Weg großer, schwerer und entsprechend teurer Batterien, nur um die Reichweite zu generieren. „Ein kleinerer Akku ist auch an einer normalen Haushaltssteckdose über Nacht wieder vollgeladen“, sagt Guyton. Für größere Aktionsradien soll dann ein Range Extender aushelfen. Allerdings kein gewöhnliches Hubkolben-Aggregat, sondern ein extrem laufruhiger Mini-Wankel-Motor. Seit Jahrzehnten tüfteln die Ingenieure bei Mazda an der Rotationskolbenmaschine. Audi hatte das gleiche Prinzip 2011 in einem A1 getestet, das Projekt mit dem Stopp der E-Aktivitäten aber wieder verworfen…
Dass Mazda eines Tages erneut mit einem Wankelmotor als Antriebsaggregat für Sportwagen kommt, halten Experten für recht unwahrscheinlich, selbst wenn dieser mit reinem Wasserstoff betrieben werden würde…

Plug-in-Hybrid ab 2021?
Deutlich bessere Chancen auf Verwirklichung hat der Plug-in-Hybrid, 2021 soll es so weit sein. Mazda hält sich hier bewusst zurück. „Uns widerstrebt zu viel Gewicht“, sagt Guyton, „zudem sollte man nicht nur messen, was hinten rauskommt, sondern die gesamte CO2-Kette in Betracht ziehen, von der Quelle bis zum Rad…


Autohaus Online vom 29.03.2018
40 Jahre Mazda RX-7

Nein, es geht nicht um den Roadster MX-5 und dennoch war auch dieser Mazda ein Liebling der Medien. Dem keilförmigen Klappscheinwerfer-Sportwagen RX-7 gelang vor 40 Jahren scheinbar unmögliches. „Rotations-Revolution“, „Wunder-Wankel“, „Porsche-Killer“ oder „Rächer des Ro“, bejubelte die Motorpresse den schnellen Japaner, der das tot geglaubte Konzept des Kreiskolbenmotors mit neuem Leben erfüllte. Während die NSU-Ro-80-Fahrer noch das Aus für die einzige deutsche Wankel-Limousine mit Trauerflor an den Antennen beweinten und sich Wirtschaftsanalysten fragten, wie Mazda die Absatzkrise seiner spritfressenden Kreiskolbenmodelle überstehen wolle, präsentierten die Japaner diesen neuen, verführerisch gezeichneten und relativ preiswerten Rotary-Racer. Der RX-7 verkörperte all das, wovon Wankel-Fans geträumt hatten: Der neue Zweischeiben-Kreiskolbenmotor war deutlich sparsamer als die Vorgänger-Aggregate, eine 80.000-Kilometer-Garantie kündete in den USA von unbedingter Zuverlässigkeit und die Fahrleistungen konnten sich mit Porsche 924 und allen populären Sportwagen messen. Mehr noch, auf Rennstrecken war der RX-7, international Savanna genannt, geradezu auf Sieg abonniert. Mazda-Chefentwickler und Kreiskolben-Spezialist Kenichi Yamamoto wartete mit einer weiteren Überraschung auf: Schon kurz nach Serienanlauf des RX-7 legte er alle japanische Zurückhaltung ab und ließ medienwirksam die Champagnerkorken knallen. Anlass war die Auslieferung des einmillionsten Fahrzeugs mit Wankelmotor, natürlich eines RX-7.


Auf der Straße avancierte der Mazda RX-7 mit fast einer halben Million verkaufter Fahrzeuge zum erfolgreichsten Wankelmotor-Fahrzeug aller Zeiten und auf Rennstrecken mit mehr als 100 Siegen zum Angstgegner seiner Rivalen.

Da der rote Renner auffällig als Millionär beschriftet war, glaubten unbedachte Berichterstatter tatsächlich, der neue Sportwagen sei bereits Produktionsmillionär. So schnell ging es aber doch nicht, obwohl es der Mazda RX-7 am Ende seines über drei Generationen und 25 Jahre laufenden Lebenszyklus auf immerhin insgesamt 811.000 Einheiten brachte. Genug für einen Eintrag in die Liste der erfolgreichsten Sportwagenmodelle aller Zeiten. Dafür sorgte schon die bis 1986 gebaute erste RX-7-Generation mit allein 471.000 verkauften Fahrzeugen. Das waren die Zahlen, auf die Kreiskolben-Entwickler immer gehofft hatten.
Waren die Tage konventioneller Hubkolbenmotoren nun doch gezählt? Konnten sich jetzt die Vorteile des Kreiskolbentriebwerks am Ende durchsetzen? Immerhin arbeitet der von dem deutschen Erfinder Felix Wankel in den 1950er Jahren konzipierte Kreiskolbenmotor ohne Kurbelwelle, Pleuel und Ventile. Stattdessen sorgen rotierende Scheiben für außergewöhnliche Laufruhe, geringes Gewicht und eine kompakte Bauweise. Weshalb der Wankel von seiner Bauform und Leistungscharakteristik perfekt in einen Sportwagen passt.

Das wusste auch der legendäre Mazda-Chefentwickler Kenichi Yamamoto. Nachdem Mazda 1961 bei den Neckarsulmer NSU-Werken einer der ersten Lizenznehmer des revolutionären Wankelmotors wurde, lag es an Yamamoto, das damals wenig standfeste Triebwerk für Mazda in Rekordzeit quasi neu zu erfinden. Erfolgreich, wie der 1967 vor dem NSU Ro 80 in Serie gegangene Zweischeiben-Kreisläufer Mazda Cosmo Sport 110 S demonstrierte. Bewusst hatte Yamamoto einen Sportwagen mit flacher Motorhaube als ersten Wankel-Sportwagen ausgewählt, denn auch der stromlinienförmige NSU Ro 80 bot nur Platz für ein kleines Aggregat. Überall dort, wo es um kleine Bauformen und geringes Gewicht geht, ist der Wankelmotor unter den Verbrennern bis heute unschlagbar. Weshalb Yamamoto auch für den 1978 notwendig gewordenen Neustart der Mazda-Rotary-Modelle konsequent auf eine keilförmige Sportwagenlinie setzte. Der RX-7 wurde für den Wankel maßgeschneidert und in diesem überdies erschwinglichen Coupé brillierte der Rotarier auch. Zumindest, was seine Leistungsentfaltung betraf. Sparsamer als die Vorgänger war er zwar ebenfalls, aber keineswegs so knausrig wie vergleichbare konventionelle Benziner.
Die Sportwagenwelt erschütterte der Mazda RX-7 jedenfalls ähnlich der Gewalt eines Tsunami. Besonders die Amerikaner waren begeistert von diesem Samurai, der wie eine schärfer gezeichnete Kopie des erfolgreichen Porsche 924 wirkte. Fehlendes Porsche-Prestige kompensierte er mit Wankel-Power. Deutlich billiger als der Porsche-Vierzylinder war der RX-7 außerdem. Hinzu kam eine Alleinstellung durch eine in dieser Form einzigartige Motorsportkarriere. In Le Mans konnte der RX-7 zwar trotz mehrerer Anläufe nicht wirklich reüssieren, dafür bereitete er den Sieg des Rotary-Mazda 787 B im Jahr 1991 vor. Zum wirklichen Überflieger avancierte der RX-7 in den amerikanischen IMSA-Serien, wo er mit 100 Siegen mehr Titel gewann als alle anderen Favoriten. Nicht zu vergessen zwei Meistertitel in der britischen Tourenwagenliga, ein souveräner Sieg über BMW 5er und Ford Capri bei den 24 Stunden von Spa im Jahr 1981 und die Einsätze in der Rallye-Weltmeisterschaft als wildes bis zu 500 PS starkes Gruppe-B-Auto.
Noch vor der Ernte dieser sportlichen Lorbeeren gelang dem Mazda RX-7 in Nordamerika ein fulminanter Start in den Verkaufsräumen, wie er unter den Importeuren bis dahin nur Nissan mit dem erfolgreichen Sportcoupé 240 Z gelungen war. Anfangs wussten die amerikanischen Mazda-Händler nicht, wie sie den Kundenansturm kanalisieren sollten. Für sofort verfügbare RX-7 boten Enthusiasten bis zu 50 Prozent Aufpreis, aber auch lange Lieferzeiten waren kein Problem. So wurden von dem Rotarier in nur einem Jahr ähnlich viele Fahrzeuge verkauft wie von den Vierzylinder-Porsche in fünf Jahren.

Ein Hype, der sich so in Deutschland nicht wiederholte, aber auch hierzulande weckte der anfänglich nur 77 kW / 105 PS leistende Wankel-Mazda mit gläserner Heckklappe außergewöhnliche Begeisterung. Einziger Wunsch der Journaille, die den bis 7.000 U/min vibrationsfrei drehenden Sprinter beim Pressedebüt auf dem Hockenheimring testete, waren ein paar Extra-PS, damit der Sprinter die prestigeträchtige 200-km/h-Schallmauer nahm. Mazda hörte den Ruf und legte 1981 nach: Jetzt sorgten 85 kW / 115 PS für Vortrieb und der aggressiver klingende Kreiskolbenflitzer konnte es im Temperament leichter aufnehmen mit Rivalen wie Alfa GTV, Nissan 280 ZX oder Porsche 924. Schließlich wurde der RX-7 nach Aussage vieler Mazda-Händler hierzulande nicht wegen, sondern trotz des Wankelmotors gekauft. Weshalb die Marke aus Hiroshima auf den Deutschland-Import von anderen in Japan angebotenen Rotariern gleich ganz verzichtete.
Eine Entscheidung, die den Kreiskolbenerfinder Felix Wankel kaum kümmerte. Er freute sich so sehr ob des Erfolgs für das avantgardistische 2+2 Coupé, dass ihn Mazda für sein Lebenswerk ehrte durch die Überlassung eines besonderen Unikats: Wankel erhielt den einzigen für Europa bestimmten, stolze 121 kW / 165 PS starken RX-7 Turbo, der die Baureihe seit 1983 krönte. Nicht ganz so selten, aber ebenfalls rar waren die von deutschen Karossiers Lorenz und Küwe realisierten Cabriolet-Umbauten. Über 18.000 Mark kostete die Öffnung des Coupés, eine Frischluft-Investition, die sich nur gut 30 Sonnenfans gönnten. Immerhin war dies das erste Wankel-Cabrio in der Autogeschichte.


Neuer Mazda CX-5 ist „Champion aller Klassen“ bei der AUTO ZEITUNG Design Trophy 2017

  • Mazda CX-5 gewinnt ebenfalls die Kategorie „SUV“
  • Mazda 3 siegt in der „Kompaktklasse“
  • Mehr als 15.000 Teilnehmer haben an renommierter Wahl teilgenommen

Bei der Design Trophy 2017 der Zeitschrift AUTO ZEITUNG hat Mazda gleich dreimal Grund zu feiern. In drei von insgesamt sechs Kategorien ging der Sieg an den japani-schen Automobilhersteller. „Champion aller Klassen“ wurde der brandneue Mazda CX-5, der auch in der Klasse „SUV“ als Sieger hervorging. Der Mazda3 des Modelljahres 2017 siegte in der Kategorie „Kompaktklasse“. Mehr als 15.000 Leser und User stimmten über die schönsten Auto-Neuheiten Deutschlands ab.

Das schönste neue Automobil ist nach Meinung der AUTO ZEITUNG-Leser der neue Mazda CX-5: Noch vor seinem offiziellen Marktstart am 19./20. Mai 2017 landete das dynamische Crossover-Modell mit 9 Prozent der Leserstimmen auf Platz eins in der Kategorie „Champion aller Klassen“ vor dem zweitplatzierten Mercedes-AMG GT R (7,3 Prozent) und dem drittenplatzierten Audi A5 Sport-back (4,9 Prozent).
Das im Februar eingeführte Update des Mazda 3 siegt mit 20,2 Prozent der abgegebenen Stimmen in der Kategorie „Kompaktklasse“. In der hart umkämpften Kompaktklasse verweist der Mazda3 mit seinem leidenschaftlichen KODO Design Konkurrenten wie den Audi A3 (18,2 Prozent) und den Seat Leon (11,3 Prozent) auf die Plätze.


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